Teil eines Werkes 
7. Bd. (1856)
Entstehung
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Ja wohl, mein Herr. Das iſt kein gutes Zeichen für Sie, junger Mann, und läßt mich vermuthen, daß Sie in der That ſehr ſtrafbar ſein müſſen, wenn Herr von Crillon Sie hier im Gefängniß verläßt, denn er iſt ſonſt nicht der Mann darnach, ſeine Freunde im Unglück zu verlaſſen. Ich kenne ihn, ich! zehn Jahre lang haben wir Seite an Seite gefochten.

Esperance erzählte nun dem Gouverneur alles, was er wußte, was er gethan, wer er war; er ſprach ſeine Verwunderung über eine ſo ſonderbare Verhaftung ohne allen Grund aus, die nothwendigerweiſe nur auf einem Mißverſtändniß beruhen könne, das wenige Worte ſogleich aufklären würden.

Alles, was Esperance ſagte, trug ſo unverkennbar den Stempel der Wahrheit und Aufrichtigkeit, zeigte die Rein⸗ heit ſeiner Seele ſo unverhüllt, daß auch der alte Gouver⸗ neur ſich unwillkührlich dadurch angezogen fühlte.

Einſtweilen bitte ich Sie, mein Herr, ſchloß endlich Esperance, mich nicht hier in dieſem finſtern, dumpfigen Loche zu laſſen. Ich bin mein ganzes Leben lang die freie Luft, den Sonnenſchein gewohnt, und wenn ich ein Weib wäre, ſo möchte ich faſt ſagen, daß ich mich hier fürchte. Zudem werde ich nicht lange Ihr Gaſt ſein, denn ich bin feſt überzeugt, ſobald Herr von Crillon meine Gefangenſchaft erfährt...

Aber, die wird er eben nicht erfahren, junger Mann, unterbrach ihn der Gouverneur. Jeder Staats⸗