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— Willſt Du daß ich vor Reue und Scham ſterben ſoll! rief er. Ich bekenne mich ſchuldig, ich klage mich des Verrathes an Deinem Herzen an, ich flehe um Deine Vergebung! Eine thörichte Citelkeit riß mich hin. Ich bin ein wahnſinniger Thor, ein feiges Herz; ich laſſe mich von Allem verblenden, von einem flehenden Auge, einem verſprechenden Blick. Ja, ja, es iſt eine kindiſche CEitelkeit, kaum würdig eines leichtſinnigen Jünglings. Aber wenn Du auf dem Grunde meines Herzens leſen könnteſt! Wenn Du wüßteſt wie ich Dich liebe! Giebt es denn einen ſanftern, heiterern Engel als Dich, der meiner ganzen Liebe würdiger wäre? Glaube mir, Ga⸗ briele, Du allein beſitzeſt mein volles Herz; meine Sinne, meine thörichte Einbildung konnte ſich vielleichtver irren, aber ich ſchwöre Dir, daß mein Herz nie davon berührt worden iſt. Gabriele! mein Leben! komm wieder zu Dir, höre mich!
— Ach, Sire! wie gut ſind Sie! Aber der Streich hat mich zu tief getroffen.
— Du wirſt vergeſſen— ich ſelbſt denke nicht mehr daran!
— Die Wunde wird nie wieder heilen.
— Unmöglich, Gabriele; ich habe nicht einmal eine ſtrafbare Abſicht gegen Dich gehegt. Wie ein Thor lief ich fort, ohne Ziel, irgend einer einfältigen Laune nach; nicht einen böſen Gedanken gegen Dich habe ich mir vorzuwerfen. 5


