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ter, wenn Sie heiter ſind, ich bin ganz und ſtets die Ihre, und hatte demnach ein Recht, die gleiche Zunei⸗ gung von Ihnen zu fordern.
— Aber, Gabriele, Sie beſitzen ja doch meine ganze Liebe, ſprach Heinrich etwas angſtlich werdend.
— Nein, Sire.
— Ich ſchwöre Ihnen...
— Schwören Sie nicht. Es iſt des Königs un⸗ würdig, ſich bis zur Lüge zu erniedrigen. Ich bin Ew. Majeſtät unterthänige Dienerin und es iſt nicht mehr wie billig, daß ich ganz allein leide, wenn Wolken unſern Freudenhimmel verdunkeln. Der König handelt nach ſeinem Willen und Gefallen. Selbſt ſeine Launen müſ⸗ ſen aller Welt heilig ſein, und mir vor allen andern. Ich kenne meine Pflicht zu gut, um mir gegen meinen Herrn und Gebieter einen Vorwurf zu erlauben, und Gott iſt mein Zeuge, daß meine Lippen nichts von dem verſchweigen, was in meinem Herzen vorgeht.
— Aber woher kommen Ihnen nur dieſe trüben Einbildungen?
— Die Wahrheit iſt keine Einbildung, Sire.
— So laſſen Sie mich wenigſtens dieſe ſogenannte Wahrheit hören, damit wir gemeinſchaftlich unterſuchen, ob ſie nicht am Ende nur eine Einbildung iſt.
— Gern will ich es, da Sie mir dieſe Gnade ge⸗ ſtatten. Geſtern, Sire, haben Sie ſich zeitig in Ihre Zimmer zurückgezogen?
— Nun ja, wie Sie geſehen haben.


