Teil eines Werkes 
6. Bd. (1856)
Entstehung
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gionswechſel, den ich ſo eitel war mir als ein kleines Ver⸗ dienſt anrechnen zu wollen, ſchon beſchloſſen geweſen ſei⸗ bevor ich Sie noch darum gebeten, und daß ich, als ich mich Ihnen zum Lohne für dies Opfer hingab, die Be⸗ trogene geweſen ſei; allein ich bin ſtolz darauf, nur von meinem eigenen Herzen betrogen worden zu ſein, und niemals habe ich Sie mit Klagen oder Vorwürfen dar⸗ über behelligt. Meine Augen blieben heiter und ſtrahlten nur Liebe für Sie, nie war ich übler Laune gegen Sie, nie habe ich Sie gequält, war Ihnen nur ſtets eine ge⸗ fällige, ſanfte Geſellſchafterin, nicht wahr, Sire?

Wohl wahr, und Sie erſchrecken mich jetzt um ſo

mehr durch Ihren Trübſinn! rief der König, der ſich durch dieſen Vorwurf, ſich ſeines Religionswechſels als einer Liſt um Gabrielen zu beſtegen bedient zu haben, in ſeinem Gewiſſen getroffen fühlte; aber ohne Zweifel ſagen Sie mir alles das nur, um nun auf einen ernſt⸗ lichen Vorwurf überzugehen!

Ja, Sire; ſo hören Sie ihn denn. Trotz aller Hoffnung, die ich hegte, mir durch mein Benehmen Ihre

Zuneigung zu erhalten, muß ich nun ſehen, daß ich Sie

verliere. Sie hintergehen mich.

Ich?

Ja, Sire, und das iſt übel von Ihnen gehandelt. Ich hege weder Mißtrauen noch Eiferſucht, ich glaube an Alles, was Sie mir ſagen. Wie ein treuer Hund, ſchöpfe ich jede meiner Empfindungen aus Ihren Augen, ich bin traurig, wenn ich Sie traurig ſehe, ich bin hei⸗