Teil eines Werkes 
6. Bd. (1856)
Entstehung
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Name d'Eſtrées unter diejenigen aufgezeichnet ward, die das Volk niemals ohne ein beſchimpfendes Lächeln aus⸗ ſpricht..*

Mein Liebchen Sie ſind erhaben über jede Beſchimpfung...

Erſparen Sie ſich die Mühe mich tröſten zu wol⸗ len, Sire. Auf alle dieſe Widerwärtigkeiten hatte ich mich im Voraus gefaßt gemacht, ich hatte mich darein ergeben. Die Freundin, die Vertraute, die Gefährtin meines Königs zu ſein, ſeine Sorgen und Mühen zu theilen, ſeine Leiden durch mein Lächeln zu mildern, durch mein ſtetes Beſtreben ihm zu gefallen; das Böſe, das man mir zufügte, durch Gutes zu erwidern, das war die Bahn, die ich mir ſelbſt mit dem unerſchütter⸗ lichen Vorſatze vorgezeichnet hatte, derſelben niemals untreu zu werden.

Aber wozu alle dieſe Worte, meine Gabriele? was ſoll das bedeuten?

Es ſei mir geſtattet, Sire, ein wenig meine eigene Lobrednerin zu ſein, ſprach die junge Frau, deren Stirn fich allmählig ein wenig aufzuhellen begann; ich muß ja wohl meine Sache bei Ihnen ſelbſt führen, da es ſonſt Niemand für mich thut.

Ich verſtehe Sie nicht.

Sie werden mich ſogleich verſtehen, Sire, und bevor ich zur Hauptſache komme, bitte ich Sie zu be⸗ merken, daß ich mich nicht ereifere, mich über Niemand beſchwere. Man hat mir wohl geſagt, daß Ihr Reli⸗