Teil eines Werkes 
6. Bd. (1856)
Entstehung
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Gabrielens Hand und geleitete ſie mit der rührendſten Sorgfalt in ihr Zimmer.

Mich ſo zu erwarten, ſprach er im Tone zarten Vorwurfes, in der Kälte aufrecht ſtehend wenn Sie leidend ſind!

Sie verneigte ſich ehrfurchtsvoll.

Nicht ſo viele Ehrerbietung gegen mich, meine Gabriele, fuhr er fort, und mehr Aufmerkſamkeit gegen ſich ſelbſt! Sie ſind alſo leidend?

Sie gab Gratienne und ihren Frauen einen Wink, daß ſie ſich entfernen ſollten.

Ja, Sire, ſprach ſie dann, ich bin ſehr leidend; das iſt es aber nicht, was mich bekümmert. Ich wäre dieſen Morgen ſchon nach dem Louvre gegangen, wenn meine kraftloſen Beine mich ſo weit hätten tragen können; aber, fügte ſie mit mattem Lächeln hinzu, ſie verſagten mir den Dienſt.

Hier bin ich, meine Schöne, meine Angebetete! rief Heinrich feurig; was haben Sie mir mitzutheilen? Oh! wir wollen ſchon die friſche Röthe der Geſund⸗ heit auf dieſe Wangen wieder zurückrufen; Glück und Geſundheit ſind faſt immer unzertrennbar.

Das iſt es ja eben was mich krank macht, Sire, ſagte Gabriele ſchmachtend. Erlauben Sie mir, daß ich mich ſetze; laſſen Sie ſich dicht an meiner Seite nieder und erzeigen Sie mir die Gnade, mich ohne Unterbrechung anzuhören, denn ich bin eine ſchlechte Rednerin und mein armer Geiſt iſt ganz verwirrt.