Teil eines Werkes 
6. Bd. (1856)
Entstehung
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glückliche Zuſammentreffen mit jenem jungen Manne im benachbarten Garten, deſſen Gefälligkeit und zartfüͤhlende Zurückhaltung, und ſchloß damit, daß das Geheimniß ſeines unbeſonnenen Knabenſtreiches vollkommen geſichert ſei, als der dienſthabende Leibarzt den Thürvorhang zur Seite ſchob und den König benachrichtigte, daß die Frau Marquiſe ſich beim Erwachen unwohl gefühlt habe und den König ſo ſchnell wie möglich zu ſprechen wünſche.

Heinrich ſtand unruhig vom Arbeitstiſche auf, entließ Zamet und befahl, daß Sully oder Crillon, die er früh⸗ zeitig erwartete um mit ihnen zu arbeiten, ſobald ſie kämen, zur Marquiſe nachgeſchickt werden ſollten.

Der Weg vom Louvre in das Höôtel der Marquiſe war nur ein ſehr kurzer; durch mehrere Durchgänge und dem Publikum verſchloſſene Gäßchen konnte man, ohne geſehen zu werden, ſchnell dahin gelangen. Heinrich ließ ſich von zwei Dienern begleiten und befand ſich ſehr bald bei Gabrielen.

Das junge Weib empfing den König am obern Ende der erſten Treppe ſtehend und mit allen Spuren lebhafter Unruhe in den reizenden Zügen.

Gratienne und einige Frauen ſtanden in der Nähe, um ihre Gebieterin zu unterſtützen, die wie ein Rohr im Sturme zu ſchwanken ſchien.

Als der König das kummervolle Geſicht, die tiefen Schattenringe um dieſe ſchönen Augen gewahrte, eilte er noch ſchneller die Stufen hinan, bemächtigte ſich ſofort

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