Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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zu laſſen, der Verſtellung und Liſt andeutet. Die wun⸗ derbaren Augen, deren ſeidene Wimpern ſehr dünn ge⸗ worden, waren nur noch kalte Flammen.

Zwei tiefe, ſchräge Falten erſetzten die Wangengrüb⸗ chen, und nahmen völlig dem Geſichte jene Grazie und jenen verführeriſchen Reiz, der einen König beſiegt hatte. Ein ernſter, faſt männlicher Charakter, eine majeſtätiſche Trockenheit, ſchöne Linien, die Gewohnheit der Würde, das heißt die Strenge ſtarke Hände und kleine, kö⸗ niglich träge Füße vervollſtändigten nicht das Bild, ſon⸗ dern die Erinnerung an die, welche vor zwanzig Jahren geſagt: Ich entzücke Alles!

An der Seite der Frau von Entragues ging ein Ca⸗ valier in vorgerücktem Alter. Jeden Augenblick ſah er ſich nach der Eingangsthür um, als ob er die Ankunft einer Perſon erwartete. Durch eine faſt ängſtliche Ko⸗ ketterie ſuchte er ein Dutzend Winter zu verbergen, die ſein faſt kahles Haupt mit Schnee bedeckt hatten.

Dieſer Edelmann mit einer rothen ſpaniſchen Schärpe, mit Stiefeln aus Cordova und in Puffen von rother Seide, verbreitete bei jedem Schritte eine unbeſchreibliche Miſchung von Wohlgerüchen, die Marie Touchet, ſchein⸗ bar ohne es zu bemerken, von Zeit zu Zeit mit ihrem Federfächer verſcheuchte.

Der Hidalgo hieß Caſtil.

Er war einer jener Kapitains, die der Herzog von Feria, der Commandant der ſpaniſchen Garniſon von

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