Königs von Frankreich und Navarra, des Königs von Bearn, des geduldigen Heinrich IV. hatte in der Um⸗ gegend ſeit einer Woche ihr Lager aufgeſchlagen.
Heinrich, der nach dem Tode Heinrichs III. erklärte König von Frankreich, machte ſeit vier Jahren ein Stück ſeines Königreichs nach dem andern ſtreitig, als ob Frank⸗ reich in einem Schachſpiele zwiſchen der Ligue und dem Könige ausgeſpielt würde. Arques, Jvry, Aumale, Rouen und Dreux hatten dieſen Fürſten geweiht, und dennoch konnte er nicht in Rheims einziehen, um das heilige Oel zu empfangen. Er hatte Soldaten, aber keine Unterthanen; ein Lager, aber kein Haus; er hatte einige Städte oder Marktflecken, aber weder Lyon, Marſeille, noch Paris! Mit großer Mühe hatte er ſich in Mantes mit einem ſpöttiſchen Hofe niederlaſſen können, der halb aus Rittern und halb aus Lanzknechten und deutſchen Reitern beſtand. Er war von einem guten Adel um⸗ geben, aber das Volk fehlte ihm überall. Er werde Katholik! ſagten die Katholiken. Er werde Hugenot! ſagten die Reformirten. Weg mit den Katholiken und Hugenotten! ſagten die Liguiſten.
Heinrich befand ſich in großer Verlegenheit, er ſchlug ſich wacker herum, ſtets von dem Gedanken angefeuert,
daß der Himmel ihn im zwölften Grade vom Throne
habe geboren werden laſſen, und daß die Vorſehung eine Abſicht mit ihm haben müſſe, da durch den Tod von acht Fürſten dieſe elf Stufen geebnet ſeien.
Theils um neue Pläne zu erſtnnen, theils um ſeinen


