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einen Diplomaten, bald einen Staatsrath machen wol⸗ len; aber er hatte es immer ausgeſchlagen, indem er ſagte, daß ſeine Anhaͤnglichkeit fuͤr die gefallene Familie eine Art von ſuͤßem und gewiſſenhaftem Kultus waͤre, der keine Miſchung zuließe, was uͤbrigens nicht verhin⸗ derte, daß, wenn Moritz von Barthele, was ſich oft ereignete, ſich in irgend einem der Salons der hohen Ariſtocratie mit demjenigen unſerer Prinzen befand, wel⸗ cher zu jener Zeit der Einzige war, welchem ſein Alter ſchon erlaubte, dorthin zu gehen, er offen ſeinem Geiſte und ſeinem Muthe alle Gerechtigkeit und ſeinem Namen und ſeinem Range alle Ehrerbietung widerfahren ließ. Das waren nun aber Beweiſe von Geſchmack, welche der ſo eben von uns bezeichnete Prinz ſehr ſchaͤtzte. In Chantilly oder in Verſailles, bei den Wettrennen oder m Lager, war demnach auch Moritz von Barthole im⸗ mer der Gegenſtand einer perſoͤnlichen und beſonderen Aufmerkſamkeit dieſes Prinzen, welche er ſeiner Seits auf eine wundervolle Weiſe zu wuͤrdigen wußte.
Wie wir bemerkt, hatte Moritz, als er Klotilden heirathete, nur ein rein bruͤderliches Gefuͤhl fuͤr ſie em⸗ pfunden, und die Heirath war daher nicht allein ein Satz in die Lotterie, eine Ausſicht auf Gluͤckſeligkeit ge⸗ weſen, ſondern außerdem ein natuͤrliches Mittel, das Leben voller Liebesabenteuer aufhoͤren zu laſſen, das ihn in ſeinen Wirbel fortriß, indem es ihm das Herz leer ließ. Inzwiſchen hatte Moritz durch ſeine Verbin⸗ dungen mit den Frauen, die er bis dahin gekannt hatte,
einen Vortheil gefunden, naͤmlich den Unterſchied zu


