zu vergolden gebraucht; alle Moͤbel waren vollſtaͤndig, man hatte ſie nur neu zu uͤberziehen gebraucht; die Ge⸗ maͤlde uͤber den Thuͤren von Boucher waren unverſehrt erhalten, und man hatte ſie nur mit neuem Firniß zu uͤberziehen noͤthig gehabt; allerliebſte Conſoltiſche von Bildhauerarbeit und einem ganz raſenden Rococo erho⸗ ben ſich in allen Ecken; koͤſtliche Etagèren von Roſenholz fuͤllten die Zwiſchenraͤume der Fenſter aus; Stuͤhle und Seſſel rollten auf dicken Teppichen, die unter dem Fuße der Roſen des Gartens zu ſein ſchienen. Kurz, dieſes Zimmer, ganz in dem Geſchmacke des achtzehnten Jahr⸗ hunderts, glich dem Gemache irgend einer Prinzeſſin, die, durch eine hoͤſe Fee im Jahre 1735 eingeſchlaͤfert, Hundert Jahre nachher wieder erwacht waͤre.
Auf der einen Seite dieſes Zimmers befand ſich ein zweiter Salon, der in die fuͤr Frau von Barthele beſtimmte Wohnung ging, und auf der anderen Seite Moritz Zimmer, das von dem ſeiner Gattin nur durch ein großes Toiletten⸗Kabinet getrennt war.
Moritz Zimmer war eben ſo einfach, als das Klo⸗ tildens in gekuͤnſteltem Geſchmacke verziert war. Es war ein Junggeſellenzimmer in der ganzen Bedeutung des Wortes; es enthielt ein großes Bett mit eiſernem Geſtell ohne Vorhaͤnge, eine auf einen einfarbigen Tep⸗ pich vor das Bett geworfene Tigerhaut, einen Schrank voller numerirter Jagdgewehre, einen mit Arabiſchen Ya⸗ tagans, Griechiſchen Piſtolen, Malaiſchen Criks und da⸗ mascirten Saͤbeln beladenen Tiſch, Gemaͤlde von De⸗ lacroy und Decamps, Aquarellen von Boulanger und
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