Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Herr von Barthoͤle war ein Mann nach der alten Art, in den leichtfertigen Ueberlieferungen des achtzehn⸗ ten Jahrhunderts erzogen; es war ihm Nichts in Be⸗ zug auf den Grafen von Montgiroux unbekannt. An⸗ ſtatt dem Fraͤulein von Valgenceuſe, das war der Fa⸗ milienname der Baronin, boͤs zu ſein, war er ihr im Ge⸗ gentheile ſehr dankbar uͤber ihre Offenherzigkeit geweſen, und ihr in vortrefflichen Ausdruͤcken fuͤr die Freiheit, in die ſie ihn verſetzte, dankend, hatte er ihr eingeſtanden, daß auch er eine Verbindung habe, die zu brechen ihm ſchwer werden wuͤrde. Alles hatte ſich demnach, wie im Candide, auf die beſtmoͤglichſte Weiſe von der Welt geordnet, und zwei vollkommen getrennte Zimmer hatten den uͤber die Folgen dieſer Verbindung ziemlich beſorgten Eltern offenbart, daß die vollkommenſte Ein⸗ tracht zwiſchen den neuen Gatten herrſchte.

Da nun die aufmerkſame Sorgfalt des Herrn Gra⸗ fen von Montgiroux fuͤr die Baronin von Barthèͤle nur dem Gatten Verdacht erregen konnte und man bemerkte, daß der Gatte Nichts dagegen auszuſetzen fand, ſo ahmte die Welt die Gleichgiltigkeit des Gatten nach und war der Anſicht der Liebenden, denn die Welt weiß immer, was vorgeht, man moͤge nun ein Intereſſe dabei haben, ſein Geheimniß zu verbergen, oder nicht.

Nach Verlauf eines Jahres der Ehe wurde Frau von Barthele von einem Knaben entbunden. Herr von Barthéle empfing die an ihn gerichteten Gluͤckwuͤnſche wie ein Mann, der entzuͤckt daruͤber iſt, einen Erben