Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Nun denn, in dieſen Abenden einer ſo lange waͤh⸗ renden Vertraulichkeit, die Herrn von Montgiroux zu einem Beweggrunde des Aufgebens hatten dienen muͤſſen, blieb der edle Graf immer Pair von Frankreich, das heißt, der Mann der aͤußern Repraͤſentation, ſo ſehr hatte die Gewohnheit dieſem bevorzugten Manne eine zweite Natur gebildet, welche die erſte bedeckt hatte, wie gewiſſe Quellen das Vorrecht haben, Holz, Blu⸗

men und ſelbſt Voͤgel, die ſich einige Zeit lang in ih⸗

rem Waſſer aufhalten, mit einer Steinkruſte zu uͤber⸗ ziehen.

Was Frau von Barthele anbelangt, ſo war ihr Charakter dem des Grafen von Montgiroux ſo entgegen⸗ geſetzt, als man ſich ihn nur denken kann, und vielleicht hatte ſich die ſie vereinigende innige Freundſchaft nur durch jenes unbegreifliche Geſetz der Contraſte ſo unver⸗ ſehrt erhalten, an das man nicht glauben wuͤrde, wenn man nicht bei jedem Schritte in der Welt auf dieſe taͤg⸗ lichen Reſultate ſtieße. Eine Convenienzheirath hatte ſie bereits zwei und zwanzig Jahre alt, das heißt ma⸗ jorenn und Herrin ihres Willens, mit Herrn von Bar⸗ thele verbunden; aber eine Stunde vor der Unterzeich⸗ nung des Vertrags hatte ſie von ihrem zukuͤnftigen Gat⸗ ten eine Unterredung verlangt, und nachdem ſie ihm einen im Voraus hingeſtellten Seſſel neben ſich ange⸗ deutet, hatte ſie zu ihm geſagt:

Unſere gegenſeitigen Prokuratoren ſtehen im Be⸗ griffe, uns zu verheirathen, mein Herr, um einen aͤr⸗ gerlichen Proceß zu beendigen. Sie haben fuͤr mich