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nen Collegen unterſchied, ſo richteten ſich doch die Blicke des Angeklagten auf ihn, wie auf einen in An⸗-⸗ ſehn ſtehenden Mann, deſſen Meinung Gewicht haben mußte. In der That, bloß wenn man ihn anſah, ſo fuͤhlte man die Wuͤrde der hoͤchſten Gerichtsbarkeit. Er ſtimmte mit einer ſprichwoͤrtlich gewordenen Eleganz; in letzter Hinſicht war er eine der heut zu Tage ſo ſeltenen Standesperſonen, die, indem ſie ſich immerhin ihrer Zeit anpaſſen, dennoch die Gebraͤuche von ſonſt bewahrt haben; bei allen großen Frohndienſten, bei denen es ſich beſonders darum handelte, ſich zu praͤſentiren, ſei es nun zu einer Deputation oder zu einem Leichenbegaͤng⸗ niſſe, oder zu einem oͤffentlichen Feſte, wurde demnach auch ſein Name immer aus der Urne gezogen. In Be⸗ zug auf das Koſtuͤm und die Etikette entſchied er die Majoritaͤt und haͤtte beinahe durch ſeinen Einfluß das Geſetz der Uniform durchgehen laſſen, ein Geſetz, das den Mitgliedern der untern Kammer, wie Herr von Montgiroux, ſich irrend, zuweilen die Herrn Deputirten nannte, ſo ariſtokratiſch unpaſſend geſchienen hatte. Aengſtlich gewiſſenhaft in den geringſten Einzelnheiten des Lebens, verſtand er die Achtung vor der Schicklich⸗ keit ſo weit zu treiben, um, wenn ſich die Gelegenheit dazu bot, mit offenen Augen in der Kammer und ſte⸗ hend in einem Salon zu ſchlafen; und in welchem Sa⸗ lon ihn auch die Umſtaͤnde uͤberraſchen mogten, ſei es nun, daß er Herrn Dupin die Ehre erwies, zu ihm zu gehen, oder ſei es, daß der Koͤnig ihm die Ehre anthat, ihn zu empfangen, ſo beſaß er im hoͤchſten Grade die


