tungen. Aus dieſen traurigen, bittern, tiefen Betrachtun⸗ gen vermochte Madame Du Barry ihn allein zu reißen, und es war wahrhaft zum Erſtaunen, die Mühe zu ſehen, welche ſich dieſes junge und huͤbſche Weſen gab, um, nicht den Körper, ſondern das Herz des Greiſes wieder zu er⸗ waͤrmen.
Wäͤhrend dieſer Zeit löſte ſich die Geſellſchaft auf, wie die Monarchie; den Einflößungen der Philoſophen Voltai⸗ res, d'Alemberts und Diderots folgten die ſcandalöſen Schriften Beaumarchais.— Beaumarchais gab ſeine merk⸗ würdige Denkſchrift gegen den Rath Goezmann heraus, und dieſer Richter, Mitglied des Gerichts Meaupou, wagte nicht mehr auf ſeinem Sitze zu erſcheinen.
Beaumarchais ließ ſeinen Barbier von Sevilla einſtudiren, und man ſprach bereits von den Vermeſſenhei⸗ ten, welche der Philoſoph Figaro auf der Bühne vortra⸗ gen würde.
Ein Abenteuer des Herzogs von Fronſac hatte Scan⸗ dal gemacht. 4
Zwei Abenteuer des Herrn Marquis von Sade hat⸗ ten Abſcheu erregt. 1
Herr von Fronſac hatte weder die Verführungsgabe, welche lieben läßt, noch den Verſtand, welcher die Liebe feſſelt; Herr von Fronſac, ein roher und ungeſtümer Wuͤſt⸗ ling, war mit Vortheil der Nachfolger des Grafen von Charlois geworden, deſſen Mörder Ludwig XV. in ſeiner Jugend im Voraus ſeine Begnadigung verſprochen hatte. Bedienten warben für ihn, entführten die hübſchen Mäd⸗ chen, warfen ſie in das Bett ihres Herrn, und Herr von


