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Krieges nachſuchte. So wurde der alte Friedrich, der bei ſeiner Gelangung zum Throne faſt als Eindringling in die große Familie der europäiſchen Könige betrachtet ward, dieſer kleine Churfürſt von Brandenburg, wie man ihn noch im Anfange ſeiner Regierung nannte, im Alter von den beiden großen Mächten des Nordens geſchmeichelt und zum Schiedsrichter der europäiſchen Schickſale, während Herr von Choiſeul, der ihn hatte entthronen wollen, nach Chanteloup verbannt war.
Aus dieſer Annäherung Oeſterreichs und Preußens entſtand die Idee der Theilung Polens.
Jeder fand ſeine Rechnung dabei.
Die Sache wurde daher ſchnell unter den Mächten des Nordens beſchloſſen, welche dafür Frankreich nicht nö⸗ thig zu haben glaubten.
Oeſterreich ließ ſeine Truppen nach Zips marſchiren, und Preußen die ſeinen in das Herzogthum Poſen.
Katharina hielt Warſchau beſetzt.
Die Erſchütterung war groß in Verſailles, als man die große politiſche Zerſtückelung erfuhr.
Herr von Aiguillon legte dem Könige folgende Denk⸗ ſchrift vor.
„Sehen Sie, ſagte er, welches Vertrauen Frankreich zu der Freundſchaft des Hauſes Oeſterreich haben kann, und was wir von einem Hauſe erwarten müſſen, das durch die doppelten Bande eines Vertrages und einer Ver⸗ heirathung mit dem Könige verbündet iſt. Eines Tages will der Wiener Hof ſeine Beſitzungen auf Koſten des Kö⸗ nigs von Preußen vergrößern, und dann erhebt er gegen
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