Teil eines Werkes 
4. Bd. (1850)
Entstehung
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Verſailles geſehen; aber der Wiener Hof ſah weiter; er ſah, wie der franzöſiſche Hof an Menſchen und an Geld zu Grunde gerichtet war, und betrachtete ihn dem zu Folge als einen geringen Bundesgenoſſen von dem Augenblicke an, wo Rußland ſich von ihm entfernte; nun hatte Herr von Choiſeul Herrn von Vergennes den Befehl gegeben, die Türkei gegen Rußland aufzuwiegeln; für den Fall des Sieges der türkiſchen Armee nahm die Macht, und beſon⸗ ders das Blendwerk des ruſſiſchen Reiches abz für den Fall der Niederlage näherte Rußland ſeine Beſitzungen den öſter⸗ reichiſchen Beſitzungen, und beunruhigte das deutſche Reich, das dann unſerer noch bei weitem mehr bedurfte; Herr von Vergennes ſtellte daher vergebens Herrn von Choiſeul die Nutzloſigkeit dieſes Krieges vor und prophezeiete ihm ſein verderbliches Reſultat; er hatte unſerem Geſandten be⸗ fohlen, weiter zu gehen, und auf neue Vorſtellungen des Herrn von Vergennes hatte er ihm ſeine Entlaſſung und den Befehl überſandt, nach Burgund zu kommen, wo er ſeit dieſer Zeit ohne Einfluß und ohne Stelle geblieben war.

Was Herr von Vergennes prophezeiet hatte, ereignete

ſich, die Türken wurden geſchlagen, wie wir es bei Ver⸗

anlaſſung der von Potemkin Katharina II. gegebenen Feſte geſagt haben, die ruſſiſchen Armeen überfielen die Moldau, und die Pferde der doniſchen Koſaken ſtillten ihren Durſt in der Donau. Nun, erſchreckt über die Berührung, welche zwiſchen den ruſſiſchen Eroberungen und ſeinem Landbeſitze vor ſich ging, näherte ſich Oeſterreich dem Könige von Preußen, indem es um ſeine Neutralitaͤt im Falle eines