Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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zu glücklich war in erſter Ehe einen Gelderpreſſer zu hei⸗ rathen, die Verbündete Maria Thereſias, der Tochter, der Erbin der Caͤſaren!

Was die Politik für eine bewunderungswürdige Sache iſt, und wie ihre Selbſtſucht die Stellungen ausgleicht!

Obgleich Frau von Pompadour faſt bis zu Ludwig XV. hinaufgeſtiegen war, wie viele Stufen mußte Maria Thereſia noch herabſchreiten, um bis zu Frau von Pom⸗ padour zu gelangen?

Maria Thereſia ſchrieb indeſſen an dieſe Frau, und nannte ſie: meine Couſine!

Dieſes Bündniß Frankreichs mit Oeſterreich war ſo ſeltſam, ſo unerhört, ſo wenig wahrſcheinlich, daß, als Herr von Kaunitz, der öſterreichiſche Miniſter in Aachen, zum erſten Male darüber mit Herrn von Saint⸗Severin ſprach, den Frau von Pompadour im Jahre 1747 nach dieſer Stadt geſandt hatte, um den Frieden, um welchen Preis es auch ſein möchte, zu ſchließen, Herr von Saint⸗ Severin es ausſchlug ſich mit dieſem Plane zu beſchäf⸗ tigen.

Aber bei der erſten Eröffnung, welche Maria There⸗ ſia ihrer Couſine von dieſem Bündnißplane gemacht hatte, war Frau von Pompadour, minder ſtark in der Politik, als Heinrich IV., Richelieu und Ludwig XIV., dadurch verführt worden, daß ſie von Maria Thereſia Couſine genannt wurde, ſie, die von Friedrich nur Co⸗ tillon die II. genannt ward.

Was war nun aber nöthig, um zu dieſem Bündniſſe

Frankreichs und Englands zu gelangen?