Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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in der That zu der Monarchie Karls V. nur dadurch er⸗ hoben, daß es beſtändig gegen jedes Prinzip der Freiheit kämpfte. In dieſem Kampfe hat es die Schweiz, Hol⸗ land, Spanien und Neapel verloren; aber es blieben ihm noch die Ungarn, die Böhmen, die Brabanter, die Tos⸗ kaner und die Oeſterreicher. Seine Herrſchaft erſtreckte ſich noch von der Türkei bis nach Philippsburg, und von dem Oceane bis nach dem mittelländiſchen Meere.

Das war zwar bei weitem nicht mehr das, was es vor zwei Hundert Jahren war, aber es war noch mehr, als es ſein ſollte.

Im Jahre 1738 war dieſes Reich einen Augenblick lang auf das einzige Ungarn beſchränkt geweſen, und Deutſchland hatte wieder Athem geſchöpft.

Maria Thereſia hatte den Abgrund geſehen, ſie hatte ihn ermeſſen, und, wieder mächtig geworden, eingeſehen, daß ſie dieſe Macht nur mit Hülfe Frankreichs erhalten könnte.

Aber welche Wahrſcheinlichkeit, dieſen inſtinctmaͤßigen Widerwillen zu beſiegen und der Politik dreier Männer von der Größe Heinrichs IV., Richelieus und Ludwig XIV. Unrecht zu geben!

Hatte ſie nicht außerdem dem König, den Dauphin, die Miniſter, die ganze Nation gegen ſich?

Wer würde in einem ſolchen Kampfe ihre Verbündete ſein?

Frau von Pompadour.

Frau von Pompadour, die Tochter des Herrn Poiſ⸗ ſon, dieſes halb gehangenen Commis, dieſe Griſette, die