Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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zeugniſſen Frankreichs irgend einen Gegenſtand gäbe, der ihnen Vergnügen machte.

Dann, da er für ſeine Soldaten den guten ſpaniſchen Wein fürchtete, der die Keller der Stadt überfüllte, ſagte der Marſchall zu ſeinen Soldaten:

— Kinder, der unter Euch, der ſich betrinkt, wird nicht die Ehre haben, in dem Laufgraben zu erſcheinen.

Man ſignaliſirte eine Flotte; es war die des Admi⸗ rals Byeg, der Minorca zu Hülfe kam; der Marſchall trat La Galiſſonière ohngefähr Tauſend Mann ab, um ſeine Marineſoldaten zu verſtärken. Man wird Sturm laufen und ſich zugleich auf der See ſchlagen. Die Be⸗ wohner von Minorca werden ein doppeltes Schauſpiel haben.

Der engliſche Admiral wurde auf das Haupt geſchla⸗ gen und Richelieu bemächtigte ſich am ſelben Tage der Au⸗ ßenwerke der Feſtung.

Endlich, in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni wurden drei Forts unter fünf genommen, und am 28. Mittags überbrachten drei Abgeordnete einen Capitula⸗ tionsentwurf, der, während dem übrigen Theile des Ta⸗ ges verhandelt, am ſelben Abende unterzeichnet wurde.

Am 29. waren alle Forts übergeben, und Herr von Fronſac, der Sohn des Herzogs von Richelieu, über⸗ brachte die Nachricht davon nach Compisgne.

Herr von Richelieu hatte nichts mehr in Minorca zu thun, aber er bedurfte der Genehmigung des Königs, um ſeine Eroberung zu verlaſſen. Unglücklicherweiſe hatte er am Hofe weniger Freunde als Feinde, und Frau von Pompadour gehörte zu der Zahl dieſer letzteren.