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noch ſein. Seine Laufbahn wird kurz, aber ſtrahlend, glorreich und flüchtig, wie die der Bombe ſein, welche ihm ſein Grab graben ſollte.
Außerdem wird man während dieſer Zeit den Englän⸗ dern in Europa den Handſtreich erwidern, den ſie in Ame⸗ rika verſuchen wollten. Die Engländer hatten in dem mit⸗ telländiſchen Meere eine Station, die ihnen ebenſo ſehr, als Gibraltar, am Herzen lag, die ſie ihm vielleicht vor⸗ zogen. Philipp V. hatte zu den Zeiten ſeines Unglücks dieſe Perle aus ſeinen Händen rollen laſſen. Die Eng⸗
länder hatten ſie aufgerafft und eines der Kleinodien ihrer
Krone daraus gemacht.
Dieſe Station war die Inſel Minorca.
Indem wir Minorca nahmen, ſchnitten wir die Ver⸗ bindungen der Engländer mit dem Könige von Sardinien, ihrem Verbündeten, ab; wir ſtörten ihre Schifffahrt nach
der Levante und nach Italien. Der Hafen von Mahon,
einer der ſchönſten Europas, verlieh ihren, in dem mittel⸗ ländiſchen Meere, dieſem großen See, deſſen Eingang ſie bewachten, deſſen wirkliche Herren wir aber ſind, verirrten Flotten eine ſichere Zufluchtsſtätte.
Im Falle eines unglücklichen Krieges würde die Ueber⸗ gabe von Mahon gar viele Schwierigkeiten für Wiederher⸗ ſtellung des Friedens heben; in dem entgegengeſetzten Falle würde man mit Spanien, wenn Mahon unſer Eigenthum geworden, unterhandeln, das uns dagegen alles das geben würde, was wir in dem Meerbuſen von Mexico wollten.
Wahr iſt es, daß die Feſtung Saint⸗Philipp für un⸗ einnehmbar galt, nun denn! man wird Richelieu hinſenden,
Ludwig der Fünfzehnte. 3. Band. 2


