Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 2—

Mailly zu Füßen warf, Sie ſind eine anbetungswurdige Frau. A

Und er ſchrieb einen Brief, nicht an den Kardinal, ſondern an ſeinen Neffen, einen Brief, in welchem er ihm meldete, daß er zum Kammerherrn mit einer Beſtallung von vier Mal Hunderttauſend Livres ernannt wäre,

Als Herr von Fleury, der nichts weniger als das erwartete, am Morgen dieſen Brief empfing, eilte er zu ſeinem Onkel nach Iſſy, indem er ihm den Brief des Königs zeigte und ihn inſtändigſt bat, Seiner Majeſtät zu danken; aber der Kardinal, welcher immer, wenn eine Gunſt auf ſeine Familie fiel, das Anſehen haben wollte, gebundene Hand zu haben, begnügte ſich, ſeinem Neffen zu antworten: Ich verbiete Ihnen, etwas Anderes zu ſagen, als daß ich den König nicht geſehen und die Anſtellung habe zurücknehmen laſſen.

— Aber, antwortete der Herzog von Fleury, ich habe dem Könige bereits perſönlich geantwortet, um ihm zu danken.

— Und um es anzunehmen, rief der Kardinal mit einem Ausdrucke der Verzweiflung aus, durch den ſelbſt ſein Neffe getäuſcht wurde.

— Ohne Zweifel, um es anzunehmen, äußerte der Herzog, ich wäre ſehr undankbar geweſen, eine Gunſt aus⸗ zuſchlagen, nach der ſo viele ſtreben.

— Nun denn! ſagte der Kardinal mit einem tiefen Seufzer, da bin ich jetzt mit dem Herrn Prinzen com⸗ promittirt.

Und er erhob die Augen und die Hände gen Himmel,