Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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von La Trémoullle lautes Geſchrei zu Gunſten ihres Soh⸗ nes aus.

Der Neffe des Kardinals hatte Niemand für ſich, als ſeinen abweſenden Onkel.

Die erſte Regung Ludwig XV. war eine Regung des Widerſtandes gegen den Kardinal.

In dieſer erſten Regung ergriff er die Feder und ſchrieb ihm, daß er untröſtlich ſein würde, von ihm eine Arbeit zu verlangen, welche ſeiner Ruhe nachtheilig ſein könnte, indem er hinzufügte, daß, wenn ſeine Geſundheit durchaus erheiſchte, daß er ſich zurückzöge, er ihm die Erlaubniß dazu gäbe.

Dann, als der Brief geſchrieben, ſteckte ihn der Kö⸗ nig in ſeine Taſche, indem er ſich vornahm, ihn zu ſeiner Stunde abzuſenden.

Inzwiſchen hatte der Kardinal der Frau von Vinti⸗ mille eine Eröffnung machen laſſen. Wie der römiſche Ge⸗ ſandte, hatte der Abgeſandte des Herrn von Fleury den

Frieden oder den Krieg überbracht; Frau von Vintimille

hatte einen Augenblick lang überlegt, indem ſie dann die Schwäche des Königs berechnete, ſich erinnerte, daß ſie vierundzwanzig und der Kardinal neunzig Jahre alt wäre, hatte ſie ſich überzeugt, daß es beſſer ſei, Zeit zu gewin⸗ nen und den Tod zum Verbündeten zu nehmen, der nicht lange ausbleiben konnte.

Da nun aber der König ſeit einiger Zeit abwechſelte, da die nächſte Nacht Frau von Mailly vorbehalten war, ſo ging ſie zu ihrer Schweſter.

— Liebe Schweſter, ſagte ſie zu ihr, wir haben keinen