Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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Der Kardinal blieb ſtumm vor Erſtaunen, er war auf dieſe Antwort nicht gefaßt.

Nun ſah er den Kampf ein, der ſich anſpinnen würde, er hatte die beiden Maitreſſen des Königs gegen ſich; nicht zwei Frauen, die er durch die Eiferſucht entzweien konnte, ſondern im Gegentheile zwei Schweſtern, welche von dem Augenblicke an, wo ſie über die Eiferſucht hinausgegangen waren, nur noch ein gleiches Intereſſe hatten, nämlich den königlichen Geliebten für ſich beide zu behalten, nach⸗ dem jede von ihnen, ſeit der Annahme der andern, daran verzweifeln mußte, ihn für ſich allein zu behalten.

Indem er daher für ſeinen Neffen nicht mehr zu bit⸗ ten wagte, capricirte ſich der Kardinal auf den kleinen La Trémouille, wobei er dem Könige erklärte, daß er der Mutter ſein Wort verpfändet hätte, und daß, wenn Seine Majeſtät ihn zwänge, ſein Wort zu brechen, er nur noch den König um ſeinen Abſchied zu bitten haͤtte, da er wohl ſähe, daß er nutzlos würde.

Uebrigens, fügte er hinzu, verlangte ſein hohes Alter Schonung und ſeine Geſundheit Ruhe.

Hierauf zog ſich der Kardinal, ſeiner Gewohnheit ge⸗ mäß, nach Iſſy zurück.

Der Kardinal wußte, daß ſeine Hauptgewalt ſeine Abweſenheit war.

Als er ſich zurückgezogen, handelten die dabei Inter⸗ eſſirten nach ihrem Gefallen.

Frau von Maillh und Frau von Vintimille fuhren fort, Herrn von Luxemburg vorzuſtellen.

Von den drei Kammerherren unterſtützt, ſtieß Frau