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und faſt wie ein Märtyrer ehelicher Treue heilig geſprochen. Es war die Rede davon, ihm durch Unterſchrift einen Tempel zu errichten.
La Treémouille hinterließ bei ſeinem Tode eine Tochter und einen Sohn von vier Jahren.
Die Herzöge von Aumont, von Gesvres und von Mortemart, deren College La Trémouille als Kammerherr war, verlangten für dieſes Kind die Anwartſchaft auf die Stelle ſeines Vaters.
Frau von Maillh und von Vintimille bewarben ſich darum für den Herzog von Luxemburg.
Der Kardinal von Fleury wünſchte ſeinen Neffen er⸗ nennen zu laſſen,
Der alte Miniſter hatte dem zu Folge einen jener Winkelzüge angewandt, welche ihm eigenthümlich waren.
Er war zu dem Könige gegangen und hatte ihm ge⸗ ſagt:
— Sire, alle meine Freunde dringen in mich, Eure
Majeſtät um die Stelle für meinen Neffen zu bitten, aber
er iſt bereits ſo mit Wohlthaten überhäuft, daß ich, ſtatt Ihnen Jemand meiner Familie zu empfehlen, wie man mich auffordert, Sie um die Anwartſchaft der Stelle des Herzogs von La Trémouille für ſeinen Sohn zu bitten komme.
— Und Sie haben Recht, Herr Kardinal, hatte der König geantwortet, ich ſelbſt hatte an Ihren Neffen ge⸗ dacht, aber ich habe überlegt, daß eine ſolche Gunſt, indem ſie ihm zu viele Feinde machte, ihm weit eher nachtheilig, als nützlich ſein würde.


