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Bei dieſer Erſcheinung war das Erſtaunen Maréchals, des erſten Wundarztes, der in dem Vorzimmer ſchlief, groß, er ſtand auf und eilte dem Prinzen entgegen, indem er ihn fragte, was ihn ſo erſchreckte; aber er vermogte nur abgebrochene Worte gleich denen ihm zu entlocken, welche aus dem Munde eines Wahnſinnigen kommen. Ich habe Geräuſch gehört, der König iſt krank! was wird aus mir werden? rief der Herzog ganz außer ſich aus. Endlich gelang es Maréchal, ihn zu be⸗ ruhigen; aber der Eindruck war ſo groß, daß Marechal, indem er den Herrn Herzog zurückbegleitete, dem Prinzen ſich ſelbſt ſagen hörte: Ich werde nicht wieder ge⸗ nommen werden, und wenn er davon kömmt, ſo werde ich ihn verheirathen.
In der That, wie man ſich erinnern wird, war die zukünftige Gattin Ludwig XV. acht Jahre alt, was die Verheirathung des Königs zum Mindeſten noch um ſechs Jahre verſchob. Erſt in ſieben bis acht Jahren würde daher der König ein Kind haben. Für den Fall, daß der König ſterben ſollte, bedurfte es nun aber eines Dauphins, damit die Krone nicht an den Herzog von Orleans uͤber⸗ ginge, und der Herr Herzog an der Regierung bliebe.
Von nun an war die Zurückſendung der Infantin in dem Geiſte des Herrn Herzogs beſchloſſen, und am 5. April 1725 wurde dieſer wichtige Entſchluß ausgeführt.
Die Infantin fand Philipp V. wieder auf dem Thro⸗ ne, den er für einen Augenblick verlaſſen hatte, den ihm aber der Tod ſeines Sohnes, der nach acht Monaten der Regierung ſich zugetragen, gezwungen hatte, wieder zu be⸗


