Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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des Zimmers, wenn der König vor ſeiner Toilette in ſei⸗ nem Seſſel ſaß.

Am Abend waren dieſe verſchiedenen Zutritte bei dem Zubettgehen des Königs gleich an Vorrechten; nur verlie⸗ ßen die, welche den Zutritt des Zimmers hatten, daſſelbe, ſobald man mit lauter Stimme ſagte: Gehen Sie, meine Herren. Sobald nun dieſe das Zimmer verlaſſen hatten, gab der König den Handleuchter.

Das war eine große Gunſt, und der, welcher ſie er⸗ langt hatte, ermangelte nicht, am folgenden Tage überall auszupoſaunen:

— Wiſſen Sie, daß der König mir den Handleuchter gegeben hat?

Dieſe Gunſt, welche weit häufiger als ein anderer, der ſchöne La Trumouille erhielt, gab Veranlaſſung zu Gerüch⸗ ten, denen ſeine Schüchternheit gegen die Frauen einen ge⸗ wiſſen Beſtand verlieh.

„Es iſt am Hofe, ſagt Herr von Villars in ſeinen Denkſchriften, nur von der Jagd, dem Spiele oder den guten Mahlzeiten die Rede;— wenig oder gar nicht von Galanterie, da der König ſeine ſchönen und jungen Blicke noch auf keinen Gegenſtand heftet.— Die Damen ſind ganz bereit— aber man kann ſagen: Der König iſt es nicht.“

Dieſe Gerüchte gelangten bis zu dem Herrn von Fleury, welcher, um den Ruf ſeines Zöglings in dieſer Beziehung zu ſchützen, die thätigſten Verfolgungen gegen die anſtellen ließ, welche beargwöhnt waren, dem Laſter hingegeben zu ſein, zu welchem eine Neigung zu haben man den König