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dem Grade ſchüchtern, daß er linkiſch erſchien, in dem Grade zurückhaltend, um unhöflich zu ſein; das einzige Vergnügen, das er leidenſchaftlich zu lieben ſchien, war die Jagd, und am Abend der Jagden fand ein Nachteſſen ſtatt, denen nicht alle Jäger, ſondern nur auf Liſten Ein⸗ geladene beiwohnten. Dieſe Liſten wurden bei der Rückkehr des Königs in Gegenwart aller Hofleute vorgeleſen; die, welche eingeladen waren, blieben, die, welche es nicht wa⸗ ren, entfernten ſich. Es war übrigens eine der Launen Ludwig XV., die Leute ſo lange als möglich im Zweifel zu laſſen, um ihre Unruhe und ihre Beſtürzung zu ge⸗ nießen.
Zu der Etikette ſeines Großvaters, welche er geerbt, hatte der König noch den Unterſchied der verſchiedenen Zu⸗ tritte in ſeine Gemächer hinzugefügt. Es waren die ver⸗ trauten Zutritte, die großen Zutritte, die er⸗ ſten Zutritte und der Zutritt in das Zimmer.
Der, welcher die vertrauten Zutritte hatte, ging bis an das Bette des wachenden und ſchlafenden Königs. Alle Prinzen von Geblüt, ausgenommen Herr von Conti, hatten dieſes Vorrecht, welches der Biſchof von Fréjus, der Herzog von Charoſt, Frau von Vantadour und die Amme des Königs theilten.
Die erſten Kammerherren hatten den Zutritt des Zimmers, wenn der König aufſtehen wollte.
Bei den erſten Zutritten war man einfach zuge⸗ laſſen, dem aufgeſtandenen und mit ſeinem Schlafrocke be⸗ kleideten Könige die Aufwartung zu machen.
Endlich hatten die vorgeſtellten Hofleute den Zutritt


