beſchuldigte. Ein öffentlicher Prozeß fand ſtatt, und der Schuldige, Namens Duchauffour, wurde verurtheilt auf dem Grébeplatze verbrannt zu werden.
Man machte großen Lärm über das Urtheil und über die Hinrichtung. Die Polizei ließ es mit lauter Stimme in den Straßen von Paris ausrufen. Um ein Scandal zu beſtrafen, veranlaßte man ein anderes. Die Ausrufer traten ſelbſt in die Höfe der Hotels.— Man trat auch in das Hotel der Frau von Condé.
— Liebe Mutter, fragte ſie ihre Tochter, welches Verbrechen hat denn dieſer Mann begangen, den man auf dem Grsveplatze verbrennt?
— Mademoiſelle, antwortete die Prinzeſſin, er hat falſche Munze geſchlagen.
Am Abend der Hinrichtung beklagte ſich der König über ein hartnäckiges Jucken an einem Orte, wo es nicht Sitte iſt, ſich in Gegenwart Anderer zu kratzen, indem er ſich vornahm, ſeinen Arzt zu fragen, was das zu bedeu⸗ ten hätte.
— Sire, antwortete ihm der Prinz von Conti, das iſt die Seele des armen Duchauffour, welche Gebete von Euch verlangt.


