Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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ten ſagen koͤnnen, daß man eine von Maͤnnern entfuͤhrte Frau geſehen habe. Dadurch wird es die Moͤglichkeit, daß der Herzog von Anjou einen falſchen Weg einſchlaͤgt, und Eure Zofe verfolgt, ſtatt uns zu verfolgen.

Obgleich annehmbar, ſtellte mich doch die Antwort nicht zufrieden. Aber was ſagen, aber was thun? Ich ſeufzte und erwartete.

Außerdem war der Weg, den der Graf befolgte, wirklich der, welcher mich nach dem Schloſſe Méridor zuruͤckfuͤhrte. So, wie wir ritten, mußten wir in einer Viertelſtunde auf dem Schloſſe angekommen ſein, als ploͤtmzlich, auf einem mir wohlbekannten Kreuzwege des Waldes angelangt, der Graf, ſtatt ferner den Weg zu befolgen, der mich zu meinem Vater zuruͤckfuͤhrte, ſich links ſchlug und einen Weg befolgte, der ſich ſichtlich von ihm entfernte. Ich ſchrie ſogleich, und trotz dem raſchen Galopp meines Zelters, ſtuͤtzte ich bereits meine Hand auf den Sattelknopf, um auf den Boden zu ſpringen, als der Graf, der ohne Zweifel alle meine Bewegungen belauerte, ſich nach meiner Seite neigte, mich mit ſeinem Arme umſchlang, und mich von mei⸗ nem Zelter hebend, mich auf den Sattelbogen ſeines Pferdes ſetzte. Sich frei fuͤhlend, entfloh der Zelter wie⸗ hernd durch den Wald.

Dieſe Handlung war ſo raſch von Seiten des Gra⸗ fen ausgefuͤhrt worden, daß ich nicht die Zeit gehabt hatte, einen Schrei auszuſtoßen.

Herr von Monſoreau legte mir ſchnell die Hand auf den Mund.

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