— 40—
zu wagen, das ich in dieſem Augenblicke mit der Ge⸗ wißheit Euch zu retten wage.
— Warum iſt denn mein Vater nicht gekommen?
— Meint Ihr, daß Euer Vater nicht umringt ſei? Meint Ihr, daß er einen Schritt thun koͤnnte, ohne daß man wuͤßte, wohin er ginge?
— Aber Ihr? fragte ich.
— Mit mir iſt es etwas Anderes, ich bin der Freund, der Vertraute des Prinzen.
— Aber, mein Herr, rief ich aus, wenn Ihr der Freund, der Vertraute des Prinzen ſeid, dann...
— Dann verrathe ich ihn um Euret willen; ja, dem iſt wirklich ſo! Ich ſagte Euch demnach auch ſo eben, daß ich mein Leben wagte, um, Eure Ehre zu retten.
Der Ton dieſer Antwort des Grafen war ſo uͤber⸗ zeugend, und ſie ſtimmte ſo augenſcheinlich mit der Wahr⸗ heit uͤberein, daß, wiewohl ich noch immer einen Reſt von Widerwillen empfand, mich ihm anzuvertrauen, ich den⸗ noch keine Worte fand, um dieſen Widerwillen auszu⸗ druͤcken.
— Ich warte, ſagte der Graf.
Ich blickte Gertruden an, die eben ſo unentſchkoſſen war, als ich.
— Seht, ſagte Herr von Monſoreau zu mir, wenn Ihr noch zweifelt, ſo blickt nach dieſer Seite!
Und derjenigen Seite entgegengeſetzt, von woher er am Ufer entlang gehend gekommen war, zeigte er mir eine Gruppe Reiter, welche ſich dem Schloſſe naͤherten.
— Wer ſind dieſe Maͤnner? fragte ich.


