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Wir hatten weder Kerzen noch Armleuchter ange⸗ zuͤndet, um deſto ungehinderter alles Dasjenige in der Dunkelheit zu thun, was die Umſtaͤnde gebieten wuͤrden. Ich ging aus dem Zimmer Gertrudens in das meinige. Ich kniete vor dem Kamine nieder, und bei der Flamme des Feuers las ich:
„Meine theure Diana, der Herr Graf von Mon⸗ ſoreau allein vermag Dich der Gefahr zu entreißen, welche Du laͤufſt, und dieſe Gefahr iſt unermeßlich. Vertraue ihm demnach gaͤnzlich wie dem beſten Freun⸗ de, welchen der Himmel uns ſenden kann.“
„Er wird Dir ſpaͤterhin ſagen, was ich von dem Grunde meines Herzens wuͤnſchte, daß Du thaͤteſt, um die Schuld abzutragen, welche wir gegen ihn eingehen werden.“
„Dein Vater, welcher Dich inſtaͤndigſt bittet, ihm zu glauben, und Mitleid mit Dir und mit ihm zu haben,
„Baron von Moeridor.“
Es entſtand in meinem Geiſte nichts Beſtimmtes gegen Herrn von Monſoreau; der Widerwille, welchen er mir einfloͤßte, war bei Weitem eher inſtinktmaͤßig, als begruͤndet. Ich hatte ihm Nichts vorzuwerfen, als den Tod einer Hirſchkuh, und das war ein ſehr geringes Verbrechen fuͤr einen Jaͤger. 2 3
Ich ging demnach zu ihm.
— Nun? fragte er.
— Ich habe den Brief meines Vaters geleſen, mein Herr; er ſagt mir, daß Ihr bereit waͤret, mich von hier
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