Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Geſtalt, dann die finſteren und ſtark hervortretenden Zuͤge des Grafen von Monſoreau erkannte; endlich, als er ſich uns bis auf zehn Schritte genaͤhert, blieb mir kein Zweifel mehr uͤbrig.

Ich fuͤrchtete jetzt beinahe eben ſo ſehr die Huͤlfe, als die Gefahr.

Ich blieb ſtumm und regungslos in die Ecke des Fenſters gedruͤckt, ſo daß er mich nicht ſehen konnte. An dem Fuße der Mauer angelangt, hielt er ſeinen Na⸗ chen an einem Ringe an, und ich ſah ſeinen Kopf in der Hoͤhe der Fenſterbruͤſtung erſcheinen.

Ich konnte einen leiſen Schrei nicht unterdruͤcken.

— O, Verzeihung, ſagte der Graf von Monſoreau, ich glaubte, daß Ihr mich erwartetet.

— Ich erwartete allerdings Jemanden, mein Herr, antwortete ich, aber ich wußte nicht, daß Ihr dieſer Je⸗ mand waͤret.

Ein bitteres Laͤcheln zog uͤber das Geſicht des Grafen.

— Wer, mit Ausnahme meiner und Ihres Vaters, ſollte wohl üͤber die Ehre Dianas von Meridor wa⸗ chen? — In dem Briefe, welchen Ihr mir geſchrieben, mein Herr, habt Ihr mir geſagt, daß Ihr im Namen meines Vaters kaͤmet.

— Ja, Fraͤulein, und da ich vorausgeſehen, daß

Ihr den empfangenen Auftrag bezweifeln wuͤrdet, ſo iſt

hier ein Brief von dem Baron. Und der Graf hielt mir ein Papier hin.