Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Feuer. Die Handſchrift war mir gaͤnzlich unbekannt, und ich geſtehe, ich wußte nicht, woher er kommen koͤnnte. 6

Ich und Gertrude verloren uns in Schluͤſſen; Hun⸗ dert Male gingen wir waͤhrend des Morgens an das Fenſter um nachzuſehen, ob wir Niemanden an den Ufern des Teiches und in der Tiefe des Waldes bemerk⸗ ten; Alles war einſam.

Eine Stunde nach dem Mittagseſſen klopfte man an unſere Thuͤre; das war das erſte Mal, daß man zu anderen Stunden, als denen unſerer Mahlzeiten zu uns einzutreten verſuchte; da wir indeſſen kein Mittel hat⸗ ten, uns von innen einzuſchließen, ſo waren wir wohl gezwungen, eintreten zu laſſen.

Es war der Mann, der uns an dem Schlage der Saͤnfte und in dem Schloßhofe angeredet hatte. Ich konnte ihn nicht am Geſicht erkennen, da er maskirt war, als er mit uns ſprach. Aber bei den erſten Wor⸗ ten, welche er ausſprach, erkannte ich ihn an der Stimme.

Er hielt mir einen Brief hin.

— Von wem kommt Ihr, mein Herr? fragte ich ihn.

— Wollt Euch die Muͤhe nehmen zu leſen, Fraͤu⸗ lein, antwortete er mir, und Ihr werdet es ſehen.

— Aber ich will dieſen Brief nicht leſen, da ich nicht weiß, von wem er kommt. — Fraͤulein iſt Herrin zu thun, was ihr beliebt. Ich hatte den Auftrag, Euch dieſen Brief zu uͤbergeben; ich lege dieſen Brief zu Euren Fuͤßen; wenn Ihr es