Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Jetzt war es Gertrude, welche ihren Finger auf den Mund legte.

— Ja, ja, ich verſtehe, ſagte ich zu ihr.

Gertrude gab mir einen Wink zu bleiben, wo ich waͤre, und trug den Armleuchter wieder auf den Tiſch des Schlafzimmers. Ich hatte bereits ihre Abſicht ver⸗ ſtanden und mich dem Fenſter genaͤhert, und ſuchte das Mittel es zu oͤffnen.

Ich fand es, oder vielmehr Gertrude, die wieder zu mir gekommen war. Der Laden oͤffnete ſich.

Ich ſtieß einen Freudenſchrei aus; das Fenſter war nicht vergittert.

Aber Gertrude hatte bereits die Urſache dieſer Ver. meintlichen Nachlaͤſſigkeit unſerer Waͤchter bemerkt: ein breiter Teich benetzte den Fuß der Mauer; wir waren durch zehn Fuß Waſſer weit beſſer bewacht, als wir es gewiß durch die Gitter unſerer Fenſter geweſen waͤren. er indem ſich meine Augen von dem Waſſer auf ſeine Ufer richteten, erkannten ſie eine ihnen genau be⸗ kannte Landſchaft; wir waren auf dem Schloſſe Beaugé Gefangene, wohin ich, wie ich bereits bemerkt habe, mehrere Male mit meinem Vater gekommen war, und wo man mich einen Monat zuvor an dem Todestage mei⸗ ner armen Daphne aufgenommen hatte.

Das Schloß Beaugé gehoͤrte dem Herzoge von Anjou.

Jetzt ward mir, wie durch einen Blitzſtrahl erleuch⸗ tet, Alles klar.

Ich betrachtete mit duͤſterer Zufriedenheit den Teich;

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