Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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nen Platz in der Saͤnfte ein; Gertrude ſetzte ſich neben mich. Der Baron umarmte mich ein letztes Mal, und wir machten uns auf den Weg.

Ich wußte nicht, welche Art von Gefahr mich be⸗ drohe und mich das Schloß Moridor zu verlaſſen zwaͤnge. Ich befragte Gertruden, aber ſie war eben ſo unwiſſend, als ich. Unſere Fuͤhrer wagte ich nicht anzureden, denn ich kannte ſie nicht. Wir zogen alſo ſchweigend und auf Umwegen weiter, als nach ungefaͤhr zwei Stunden des Marſches, in dem Augenblicke, wo trotz meiner Beſorg⸗ niſſe die gleichmaͤßige und einfoͤrmige Bewegung der Saͤnfte mich einzuſchlaͤfern begann, ich mich durch Ger⸗ truden erweckt fuͤhlte, die mich am Arme ergriff, und mehr noch durch die Bewegung der Saͤnfte, welche an⸗ hielt.&

— O, Fraͤulein, ſagte das arme Maͤdchen, was ſtoͤßt uns denn zu? 4

Ich ſtreckte meinen Kopf durch die Vorhaͤnge: wir waren von ſechs maskirten Reitern umringt; unſere Maͤnner, die ſich hatten vertheidigen wollen, waren ent⸗ waffnet und feſtgehalten.* Ich war zu entſetzt, um nach Huͤlfe zu rufen. Wer wuͤrde außerdem auf unſer Geſchrei gekommen ſein? Derjenige, welcher der Anfuͤhrer der maskirten Maͤn⸗ ner ſchien, trat an den Schlag.— Beruhigt Euch, Fraͤu⸗ lein, ſagte er, es wird Euch kein Leid zugefuͤgt werden. ber Ihr muͤßt uns folgen.

— Wohin das fragte ich.

— An einen Ort, wo Ihr, weit entfernt, Etwas zu