Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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fuͤrchten zu haben, wie eine Koͤnigin behandelt werden werdet.

Dieſes Verſprechen entſetzte mich mehr, als es eine Drohung gethan haͤtte.

— O, mein Vater, mein Vater! murmelte ich.

— Hoͤrt, Fraͤulein, ſagte Gertrude leiſe zu mir, ich kenne die Umgegend; ich bin Euch treu ergeben, ich bin ſtark, und wir muͤßten viel Ungluͤck haben, wenn es uns nicht zu entfliehen gelaͤnge.

Dieſe Verſicherung, welche mir eine arme Zofe gab, war weit davon entfernt, mich zu beruhigen. Indeſſen iſt es ſo wohlthuend, ſich unterſtuͤtzt zu fuͤhlen, daß ich wieder ein wenig Kraft erlangte.

— Macht mit uns, was Ihr wollt, meine Herrn, antwortete ich; wir ſind zwei arme Frauen, und wir koͤnnen uns nicht vertheidigen.

Einer der Maͤnner ſtieg ab, nahm den Platz unſers Kutſchers ein, und ließ unſere Saͤnfte einen anderen Weg einſchlagen.

Wie man wohl begreifen wird, hoͤrte Buſſy der Erzaͤhlung Dianens mit der geſpannteſten Aufmerkſam⸗ keit zu: es liegt in den erſten Regungen einer innigen, entſtehenden Liebe ein faſt religioͤſes Gefuͤhl fuͤr die Per⸗ ſon, welche man zu lieben beginnt; die Frau, welche das Herz gewaͤhlt hat, iſt durch dieſe Wahl uͤber andere Frauen erhaben; ſie erhebt, reinigt, vergoͤttlicht ſich 3 jede ihrer Geberden iſt eine Gunſt, die ſie uns bewilligt, jedes ihrer Worte iſt eine Huld, die ſie uns erzeigt;