Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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— Auf dem Schloſſe Lude, bei meiner Schweſter, wo Du vor jedem Auge verborgen bleiben wirſt. Was Dein Eintreffen daſelbſt anlangt, ſo wird man daruͤber wachen, daß es waͤhrend der Nacht ſtatt findet.

— Begleitet Ihr mich nicht?

— Nein, ich muß hier bleiben, um die Vermuth⸗ ungen abzulenken; ſelbſt die Leute des Hauſes lwerden nicht wiſſen, wohin Du gehſt.

— Aber wer wird mich denn begleiten?

— Zwei Maͤnner, auf die ich mich verlaſſen kann.

— O, mein Gott, mein Vater!

Der Baron umarmte mich.

— Es muß ſein, mein Kind, ſagte er.

Ich war ſo ſehr von der Liebe meines Vaters zu mir uͤberzeugt, daß ich nicht weiter in ihn drang, und

keine andere Erklaͤrung von ihm verlangte; nur wurde

verabredet, daß Gertrude, die Tochter meiner Amme, mich begleiten ſollte.

Mein Vater verließ mich, indem er mir anempfahl, mich bereit zu halten.

Am Abend um acht Uhr kam mein Vater mich zu holen; es war ſehr finſter und ſehr kalt, denn man war in den tiefſten Wintertagen. Ich war bereit, wie er es mir anempfohlen hatte; wir ſchritten geraͤuſchlos hinunter und gingen durch den Garten; er ſchloß ſelbſt eine klei⸗ ne Thuͤre auf, welche auf den Wald ging, und dort fan⸗ den wir eine ganz beſpannte Saͤnfte und zwei Maͤnner; mein Vater ſprach lange Zeit mit ihnen, indem er mit ihnen, wie es ſchien, anempfahl; hierauf nahm ich