Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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halben Stunde ſah ich Herrn von Monſoreau ſich ent⸗ fernen, ohne daß mich Jemand von ſeinem Beſuche be⸗ nachrichtigt haͤtte, und was noch mehr war, mein Va⸗ ter ſagte mir Nichts davon; nur glaubte ich zu bemerken, daß er nach dieſem Beſuche des Unterſtatthalters weit finſterer als gewoͤhnlich war.—

Noch einige Tage verfloſſen. Ich kehrte von einem Spaziergange in der Umgegend zuruͤck, als man mir beim Eintreten ſagte, daß Herr von Monſoreau bei mei⸗ nem Vater waͤre. Der Baron hatte ſich zwei bis drei Male nach mir erkundigen laſſen, und hatte ſich auch noch zwei Male mit Beſorgniß nach dem Orte erkundigt, wohin ich moͤgte gegangen ſein. Er hatte Auftrag ge⸗ geben, daß man ihn von meiner Ruͤckkehr benachrichtige.

In der That, kaum war ich wieder in mein Zim⸗ mer getreten, als mein Vater herbeieilte.

— Ein Grund, mein Kind, ſagte er zu mir, von dem es unnoͤthig iſt, Dir die Urſache zu ſagen, noͤthigt mich, mich waͤhrend einiger Tage von Dir zu trennen; befrage mich nicht, bedenke nur, daß dieſer Grund ſehr dringend ſein muß, da er mich beſtimmt eine Woche, vierzehn Tage, einen Monat vielleicht zuzubringen, ohne Dich zu ſehen.—

Ich ſchauderte, obgleich ich nicht errathen konnte, welcher Gefahr ich ausgeſetzt waͤre. Aber dieſer doppelte

Beſuch des Herrn von Monſoreau weiſſagte mir nichts

Gutes. — Und wo werde ich indeſſen bleiben, mein Vater? fragte ich.