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— Diana, mein Kind! rief er aus. O, mein Gott, was haſt Du denn?
— Herr von Monſoreau, nicht wahr? ſtammelte ich.
— Nun denn? fragte er erſtaunt.
— O! niemals, mein Vater, wenn Ihr ein wenig Mitleiden mit Eurer Tochter habt, niemals!
— Diana, mein Engel, ſagte er, nicht Mitleiden iſt es, das ich fuͤr Dich hege, es iſt Abgoͤtterei, Du weißt es; nimm acht Tage Bedenkzeit, und wenn nach acht Tagen...
— O, nein, nein! rief ich aus, das iſt unnoͤthig, keine acht Tage, keine vier und zwanzig Stunden, keine Minute. Nein, nein, o nein!
Und ich brach in Thraͤnen aus.
Mein Vater betete mich an; niemals hatte er mich weinen ſehn; er ſchloß mich in ſeine Arme und beruhigte mich mit zwei Worten, er hatte mir ſein Wort als Edelmann gegeben, daß er mir nicht mehr von dieſer Heirath ſprechen wolle.
In der That, es verfloß ein Monat, ohne daß ich Herrn von Monſoreau ſah und ohne daß ich von ihm ſprechen hoͤrte. Eines Morgens empfingen wir, mein Vater und ich, eine Einladung, uns zu einem großen Feſte einzufinden, welches Herr von Monſoreau dem Bruder des Koͤnigs geben wollte, welcher die Provinz beſuchte, deren Namen er fuͤhrte. Dieſes Feſt fand in dem Stadt⸗ hauſe von Angers ſtatt. 2
Dieſem Briefe war eine perſoͤnliche Einladung des Prinzen beigefügt, welcher meinem Vater ſchrieb, daß


