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das Verlangen auszuſchlagen, welches ihm demnach be⸗ willigt wurde.
Ach, von dieſem Augenblicke an hoͤrte, wo nicht mein Gluͤck, doch zum Mindeſten meine Ruhe auf! Bald wurde ich den Eindruck gewahr, den ich auf den Grafen gemacht hatte. Anfangs war er nur ein Mal woͤchentlich gekommen, dann zwei Mal, dann endlich alle Tage. Voller Aufmerkſamkeiten fuͤr meinen Vater, hatte der Graf ihm gefallen. Ich ſah das Vergnuͤgen, welches der Baron an ſeiner Unterhaltung empfand, welche im⸗ mer die eines ausgezeichneten Mannes war. Ich wag⸗ 4 te nicht, mich zu beklagen; denn woruͤber haͤtte ich mich beklagen ſollen? Der Graf war artig gegen mich, wie gegen eine Geliebte, ehrerbietig, wie gegen eine Schweſter
Eines Morgens trat mein Vater mit einer weit ernſteren Miene als gewoͤhnlich in mein Zimmer, ſein Ernſt ſchien indeſſen mit Freude gemiſcht. 3
— Du haſt mir immer verſichert, mein Kind, ſag⸗ te er zu mir, daß Du gluͤcklich ſein wuͤrdeſt, mich nicht zu verlaſſen.
— O, mein Vater, rief ich aus, Ihr wißt, daß das mein theuerſter Wunſch iſt.
— Wohlan, meine Diana, fuhr er fort, indem er ſich buͤckte, um mich auf die Stirn zu kuͤſſen, es haͤngt nur von Dir ab, Deinen Wunſch ſich verwirklichen zu ſehen.
Ich ahnete, was er mir zu ſagen im Begriffe ſtand, und ich erbleichte ſo fuͤrchterlich, daß er ſtehen blieb, bevor er meine Stirn mit ſeinen Lippen beruͤhrt hatte.. Die Dame von Monſoreau. Zweiter Band. 2


