Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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ich nicht auf zu laͤcheln, und mein Laͤcheln troͤſtete ihn uͤber den Tod meiner Mutter.

Ich wuchs heran, ich entwickelte mich unter ſeinen Augen. Da ich Alles fuͤr ihn war, ſo war auch er, der arme Vater, Alles fuͤr mich. Ich erreichte mein ſechzehn⸗ tes Jahr, ohne zu ahnen, daß es eine andere Welt gaͤbe, als die meiner Schafe, meiner Pfauen, meiner Schwaͤne und meiner Turteltauben, ohne zu bedenken, daß dieſes Leben jemals endigen koͤnnte, und ohne zu wuͤnſchen, daß es endige.

Das Schloß Meridor war mit an hen Her⸗ zoge von Anjou angehoͤrigen Waldungen un geben; ſie waren mit Damhirſchen, Rehen und Hirſchen bevoͤlkert, die zu quaͤlen Niemandem einfiel, und welche die Ruhe, in der man ſie ließ, vertraut machte; alle waren mehr oder minder mit mir bekannt; einige waren ſo an meine Stimme gewoͤhnt, daß ſie her bieilten, wenn ich ſie rief, eine Hirſchkuh unter anderen, meine Beguͤnſtigte, mein Liebling, Daphne, die aenhe Daphne, kam aus meiner Hand zu freſſen.

Eines Fruͤhjahrs ſah ich ſie Kinen Monat lang nicht, ich hielt ſie fuͤr verloren und hatte ſie wie eine Freundin beweint, als ich ſie ploͤtzlich mit zwei kleinen Hirſchkaͤl⸗ bern wieder erſcheinen ſah, anfangs fuͤrchteten ſich die Kleinen vor mir, da ſie aber ihre Mutter mich liebkoſen ſahen, ſo verſtanden ſie, daß ſie Nichts zu fuͤrchten hat⸗ ten, und kamen auch mich zu liebkoſen.

Gegen dieſe Zeit hin verbreitete ſich das Geruͤcht, daß der Herzog von Anjou einen Unterſtatthalter in die Haupt⸗

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