Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Freiheit retten konnte, ſein Schwerdt den Spaniern uͤber⸗ gab, als er den Koͤnig gefangen wußte, und der als ein⸗ zige Gunſt nur begehrt hatte, Franz l. nach Madrid zu begleiten, ſeine Gefangenſchaft theilte und ihn nur ver⸗ ließ, um in Frankreich ſeine Ausloͤſung zu unterhandeln.

Das iſt mein Vater, Herr, und wenn Ihr je⸗ mals den großen Saal des Schloſſes von Méridor betre⸗ tet, ſo werdet Ihr das Portrait Koͤnig Franz I. von der Hand Leonardo da Vinci's gemalt erblicken, welches als Erinnerung an dieſe treue Aufopferung ihm verehrt ward.

Ach, ſagte Buſſy, zu jener Zeit verſtanden die Fuͤrſten noch, ihre Diener zu belohnen.

Bei ſeiner Ruͤckkehr aus Spanien verheirathete ſich mein Vater. Zwei erſtgeborne Kinder, zwei Soͤhne ſtarben. Das war ein großer Schmerz fuͤr den Baron von Meridor, welcher die Hoffnung verlor, ſich in einem Erben wieder aufleben zu ſehen. Bald darauf ſtarb auch der Koͤnig, und der Schmerz des Barons verwandelte ſich in Verzweiflung, er verließ einige Jahre nachher den Hof, und vergrub ſich mit ſeiner Gattin in ſein Schloß Méridor. Dort wurde ich, zehn Jahre nach dem Tode meiner Bruͤder, wie durch ein Wunder geboren.

Nun uͤbertrug ſich die ganze Liebe des Barons auf das Kind ſeines Alters; ſeine Zuneigung fuͤr mich war keine Zaͤrtlichkeit, ſie war Abgoͤtterei. Drei Jahre nach meiner Geburt verlor ich meine Mutter, gewiß war das eine neue Marter fuͤr den Baron. Aber, zu jung, um dasjenige zu begreifen, was ich verloren hatte, hoͤrte

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