Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Koͤnig nach meiner Weiſe ſpielen, und ſpiele Du die Rolle des Herzogs von Anjou nach der Deinigen; vielleicht wird man Dich fuͤr ihn halten, und man wird Dir Dinge ſagen, welche Dich lehren werden, nicht was er denkt, ſondern was er thut.

In der That, ſagte der Koͤnig, indem er miß⸗ muthig um ſich blickte, mein Bruder von Anjou iſt nicht gekommen.*

Ein Grund mehr, daß Du ſeine Stelle vertrittſt. das iſt abgemacht: ich bin Heinrich und Du biſt Franz; ich werde fuͤr Dich alle die Affereien der Krone ausfuͤh⸗ ren, und Du wirſt Dich waͤhrend dieſer Zeit ein wenig beluſtigen. Armer Koͤnig!

Der Blick des Koͤnigs verweilte auf Saint⸗Luc.

Du haſt Recht, Chicot, ich will tanzen.

Zuverlaͤſſig, dachte Briſſac, ich hatte mich geirrt, als ich den Koͤnig für erzuͤrnt gegen uns hielt. Der

Koͤnig iſt ganz im Gegentheile liebenswuͤrdiger Laune.

Und er eilte zur Rechten und zur Linken, indem er Jedermann und beſonders ſich ſelbſt Gluͤck wuͤnſchte, ſei⸗ ne Tochter einem Manne gegeben zu haben, der einer ſo großen Gunſt bei dem Koͤnige genoͤße..

Waͤhrend deſſen hatte ſich Saint⸗Luc ſeiner Frau genaͤhert, Fraͤulein Briſſac war keine Schoͤnheit, aber ſie hatte reizende ſchwarze Augen, weiße Zaͤhne und ei⸗

ne blendende Haut; Alles dies verlieh ihr dasjenige, was man ein geiſtreiches Geſicht nennen kann.

Mein Herr, ſagte ſie, immer mit einem einzigen Gedanken beſchaͤftigt, zu ihrem Gatten, warum ſagte

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