Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Gedankenvoll und ſinnend fragte ſich die Neuver⸗ ehelichte wie ihr Vater, in was Saint⸗Luc dem Koͤnige haͤtte mißfallen koͤnnen.

Saint⸗Luc wußte es, und dadurch, daß er es wußte, war er der am Mindeſten Ruhige von Allen.

P1ͤtzlich meldete man an einer der beiden Thuͤren, durch welche man in den Saal trat, den Koͤnig.

Ah, rief der Marſchall vor Freude ſtrahlend aus, jetzt fuͤrchte ich Nichts mehr, und wenn ich den Herzog von Anjou melden hoͤrte, ſo wuͤrde meine Zufriedenheit vollſtaͤndig ſein.

und ich, murmelte Saint⸗Luc, ich fuͤrchte mich noch bei Weitem mehr vor dem anweſenden, als vor dem abweſenden Koͤnige, denn er kommt nur, um mir irgend einen ſchlimmen Poſſen zu ſpielen, wie gleichfalls der Herzog von Anjou deshalb nicht kommt, um mir auch irgend einen ſchlimmen Poſſen zu ſpielen.

Aber trotz dieſen betruͤbten Betrachtungen eilte er nichts deſto weniger dem Koͤnige entgegen, der endlich ſein finſteres kaſtanienbraunes Koſtuͤm abgelegt hatte, und der ganz ſtrahlend von Atlas, Federn und Edelſteinen heranſchritt.

Aber in dem Augenblicke, wo der Koͤnig Heinrich III. an der einen der Thuͤren erſchien, erſchien ein anderer Koͤnig Heinrich III., genau dem erſteren gleich gekleidet, beſchuhet, friſirt, eben ſo geſchniegelt und gebuͤgelt, durch die gegenuͤber ſtehende Thuͤre, ſo daß die einen Augen⸗ blick lang nach dem Erſteren fortgeriſſenen Hofleute gleich

der Welle an dem Bruͤckenpfeiler aufgehalten wurden,