Teil eines Werkes 
6. Band (1846)
Entstehung
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Als der Herzog zuruͤckgekehrt und allein in ſeinem Kabinette war, ſchlich ſich Aurilly geheimnißvoll hinein.

Nun, ſagte der Herzog, als er ihn erblickte, ich werde von dem Gatten ſchimpflich behandelt.

Und vielleicht auch von dem Geliebten, gnaͤdiger Herr, ſagte der Muſiker.

Was ſagſt Du?

Die Wahrheit, Hoheit.

Dann ſagt Alles.

Hoͤrt, gnaͤdiger Herr, ich hoffe, daß Ihr mir verzeihen werdet, denn es geſchah fuͤr den Dienſt Eurer Hoheit.

Weiter, das iſt einverſtanden, ich verzeihe Dir im Voraus.

Nun denn, ich habe unter dem Schoppen des Hofes aufgelauert, nachdem Ihr hinaufgegangen waret.

Ah, ah! Und was haſt Du geſehen?

Ich habe ein Frauenzimmerkleid erſcheinen ſehen, ich habe dieſe Frau ſich neigen ſehen, ich habe zwei Arme ſich um ihren Hals ſchlingen ſehen, und da mein Ohr geuͤbt iſt, ſo habe ich ſehr deutlich den Klang eines lan⸗ gen und zaͤrtlichen Kuſſes gehoͤrt.

Aber wer war der Mann? fragte der Herzog. Haſt Du ihn erkannt?

Ich kann die Arme nicht erkennen, ſagte Aurilly; die Handſchuhe haben kein Geſicht, gnaͤdiger Herr.

Ja, aber man kann Handſchuhe erkennen.

In der That, es hat mir geſchienen... ſagte Aurilly.