Teil eines Werkes 
6. Band (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 17—

— Daß Du ſie erkennteſt, nicht wahr? Alſo weiter!

— Aber es iſt nur eine Vermuthung.

— Gleichviel, ſag immer!

— Nun denn, gnaͤdiger Herr, es hat mir geſchie⸗ nen, daß es die Handſchuh des Herrn von Buſſy waͤren.

— Buͤffellederne Handſchuh mit Gold geſtickt, nicht wahr? rief der Herzog aus, vor deſſen Augen ploͤtzlich die Wolke verſchwand, welche die Wahrheit verhuͤllte.

— Von Buͤffelleder, mit Gold geſtickt; ja, gnaͤdi⸗ ger Herr, ſo iſt es, wiederholte Aurilly.

— Ah, Buſſy, ja, Buſſy! Es iſt Buſſy! rief der Herzog von Neuem aus. Wie blind ich war, oder viel⸗ mehr, nein, ich war nicht blind. Nur vermogte ich nicht an ſo viel Vermeſſenheit zu glauben.

— Nehmt Euch in Acht, ſagte Aurilly, ich meine, daß Eure Hoheit ſehr laut ſpricht.

— Buſſy, wiederholte der Herzog noch ein Mal, indem er ſich an Tauſend Umſtaͤnde erinnerte, die unbe⸗ merkt voruͤber gegangen waren, und die jetzt ſich ver⸗ groͤßernd wieder vor ſeine Augen traten.

— Indeſſen, gnaͤdiger Herr, ſagte Aurilly, Ihr muͤßt nicht zu leicht glauben; koͤnnte nicht ein Mann in dem Zimmer der Frau von Monſoreau geweſen ſein?

— Ja, gewiß, aber Buſſy, Buſſy, der in dem Corridor war, haͤtte dieſen Mann geſehen!

— Das iſt wahr, gnaͤdiger Herr!

— Und dann die Handſchuh, die Handſchuh!

— Das iſt wieder wahr, und dann habe ich außer

dem Geraͤuſche des Kuſſes noch gehoͤrt... Die Dame von Monſoreau. Sechſter Band⸗