Teil eines Werkes 
5. Bd. (1846)
Entstehung
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Heinrich wurde bleich wie der Tod.

— Ei, ei, mein Sohn, ſagte Chicot, Du biſt noch nicht ſo ſehr abgeſtumpft, als ich glaubte.

— Entflohen! Entwichen! rief Heinrich mit einer ſo toͤnenden Stimme aus, daß alle Edelleute ſich um⸗ wandten..

Die Augen des Koͤnigs ſpruͤheten Blitze; ſeine Hand druͤckte krampfhaft den Griff ſeines Dolches.

Schomberg riß ſich die Haare aus; Quèlus zer⸗ ſchlug ſich das Geſicht mit Fauſtſchlaͤgen und Maugiron ſtieß wie ein Widder mit dem Kopfe gegen die Wand.

Was d'Epernon anbelangt, ſo war er unter dem ſcheinbaren Vorwande verſchwunden, dem Herzoge von Anjou nachzueilen. 42

Der Anblick der Martern, welche ſich ſeine Günſt⸗ linge in ihrer Verzweifelung auferlegten, beſaͤnftigte den „Koͤnig ploͤtzlich.

— Heda, ſachte, mein Sohn, ſagte er, indem er Maugiron mitten um den Leib gepackt zuruͤckhielt.

— Nein, Gottes Tod! Ich will daruͤber umkom⸗ men, oder der Teufel ſoll mich holen! ſagte der junge Mann, indem er einen Anlauf nahm, um ſich den Kopf, nicht mehr gegen den Verſchlag, ſondern gegen die Mauer zu zerſchmettern.

— Heda! Helft mir doch ihn zuruͤckzuhalten, rief Heinrich aus. e S.

— He! Gevatter, ſagte Chicot, es giebt einen weit ſanfteren Tod, ſtoßt Euch ganz einfach Euer Schwerdt durch den Leib.