— 418—
um ſein Schwerdt geſchlungen, dem Schlafe uͤberlaſſen hatte. 8
Das Getoͤſe nahm zu.
Heinrich ſprang ganz glaͤnzend von Pommaden aus ſeinem Bette, indem er ausrief:
— Chicot! Chicot!
Chicot ſchlug ein Auge auf; er war ein vorſichtiger Menſch, der ſehr den Schlummer ſchaͤtzte, und der nie⸗ mals auf den erſten Ruf gaͤnzlich erwachte.
— Ah! Du haſt Unrecht gehabt mich zu rufen, Heinrich, ſagte er. Ich traͤumte, daß Du einen Sohn haͤtteſt.
— Hoͤre, ſagte Heinrich, hoͤre!
— Was willſt Du, daß ich hoͤre? Ich meine indeſ⸗ ſen, daß Du mir am Tage wohl genug dergleichen Al⸗ bernheiten ſagſt, daß Du mir nicht auch noch von mei⸗ nen Naͤchten zu nehmen brauchſt.—
— Aber Du hoͤrſt alſo nicht? ſagte der Koͤnig, in⸗ dem er die Hand nach der Richtung des Laͤrmes aus⸗ ſtreckte.
— O, ol rief Chicot aus; in der That, ich hoͤre Rufe. 1 — Was wird der Koͤnig ſagen? Was wird der Kö⸗ nig ſagen? wiederholte Heinrich. Hoͤrſt Du?
— Es ſteht Zweierlei zu vermuthen: entweder iſt Dein Windhund Narciß krank, oder die Hugenotten neh⸗ men ihre Revanche, und machen den Katholiken eine Sanct Bartholomaͤusnacht.
— Hilf mir mich anzukleiden, Chicot.


