Teil eines Werkes 
5. Bd. (1846)
Entstehung
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fragen; er wollte von Thor zu Thor gehen; er wuͤrde erfahren, durch welches Thor ein Mann mit zwei Pfer⸗ den eingeritten waͤre; er wollte ſeinen Geldbeutel lee⸗ ren, goldene Verſprechungen machen und wuͤrde das Signalement dieſes Mannes erfahren. Dann ſollte ihm dieſer Mann, wer er auch ſein moͤgte, fruͤh oder ſpaͤt ſeine Schuld bezahlen.

Er befrug die Schildwache; aber die Schildwache war eben erſt aufgeſtellt und wußte Nichts; er trat in die Wachtſtube, und erkundigte ſich. Der Buͤrgerſol⸗ dat, welcher abgeloͤſt war, hatte vor ungefaͤhr zwei Stunden ein Pferd ohne Reiter zuruͤckkehren ſehen, das ganz allein wieder den Weg nach dem Palaſte einge⸗ ſchlagen haͤtte.

Nun ſtand zu denken, daß dem Reiter irgend ein Unfall zugeſtoßen waͤre, und daß das verſtaͤndige Pferd allein nach ſeinem Stalle zuruͤckgekehrt waͤre.

Monſoreau ſchlug ſich vor die Stirn; es war be⸗ ſtimmt, daß er Nichts erfahren ſollte.

Nun ging er nach dem herzoglichen Schloſſe.

Dort war Alles voller Leben, voller Getoͤſe, voller Luſtbarkeit; die Fenſter leuchteten wie Sonnen und die Kuͤchen glaͤnzten wie feurige Oefen, indem ſie durch ihre Luftloͤcher Duͤfte von Wildpret und Gewuͤrz verbreiteten, die faͤhig waren, den Magen vergeſſen zu laſſen, daß

er ein Nachbar des Herzens iſt.

Aber die Gitterthore waren verſchloſſen, und dort zeigte ſich eine Schwierigkeit; er mußte ſie ſich oͤffnen laſſen.